Studie: Neue Arbeitsformen und ihre Auswirkungen auf die Stadtentwicklung 

Durch die Digitalisierung wurden in den letzten Jahrzehnten neue Arbeitsformen wie z.B. Coworking forciert. Die damit verbundenen Chancen und Risiken für die Stadtentwicklung, die Potenziale für eine Entlastung im Berufsverkehr sowie die Steuerungsmöglichkeiten für die Planung werden in einem neuen Forschungsprojekt des Bundesinstitut für Bau, Stadt- und Raumforschung (BBSR) untersucht.  

Ziel 

Die Studie zielt darauf ab, das Thema der Neuen Arbeitsformen systematisch und räumlich differenziert aufzubereiten. Im Fokus steht dabei unter anderem die derzeit vielfach diskutierte Bedeutung dieser Arbeitsformen kritisch zu beleuchten, empirisch zu untersuchen und Handlungsempfehlungen für die Stadtentwicklung des Bundes zu entwickeln.  

Konzept 

In einem mehrstufigen Forschungsansatz untersucht das Projektteam die Coworking-Strukturen in Deutschland in Hinblick auf räumliche Strukturen, Betreibermodelle und Nutzerstrukturen.  

Dabei werden bundesweit alle relevanten Coworking Spaces analysiert und nach Ausprägungsmerkmalen und räumlicher Lage differenziert. Durch die Sammlung der Lagedaten können die Spaces unter anderem einem siedlungsstrukturellen Gebietstyp oder wachsenden und schrumpfenden Gemeinden zugeordnet werden.  

Aber auch qualitative Forschungsmethoden werden in der Studie angewandt und Betreiber*innen und Nutzer*innen z.B. u.a. nach Standortfaktoren, Nutzungskonzepten und Immobilientypen von Coworking Spaces, Nutzungsverhalten der Nutzer*innen und Perspektiven des Coworking vor dem Hintergrund der Corona-Pandemie, befragt.  

Dabei sollen folgende Aspekte untersucht werden:  

  • Einfluss des Coworking auf das Mobilitätsverhalten 
  • Synergien für die eigene Tätigkeit (z.B. Kundenakquise, Lerneffekte etc.)  
  • Vor- und Nachteile der Tätigkeit im Coworking gegenüber dem Homeoffice und/oder dem Büroarbeitsplatz 

Darüber hinaus sind Expertenwerkstätten in drei unterschiedlichen Raumkategorien (Großstadt, suburbaner und ländlicher Raum) geplant, mit der Idee, dass die jeweiligen Räume spezifische Voraussetzungen für Coworking haben und auch die Wirkungen für die Stadt- und Raumentwicklung differieren können. Potentiell Teilnehmende sind unter anderem Betreiber*innen, Nutzer*innen von Coworking Spaces und Vertreter*innen aus Kommunen, von Kammern, aus der Immobilienwirtschaft und aus der Wissenschaft.  

Weitere Informationen zu der Studie finden Sie hier.